
TITELTHEMA
Verborgene Wärmeverluste im Gebäudebestand
Lüftungswärmeverluste rücken zunehmend in den Fokus der energetischen Bewertung von Gebäuden. Während Transmissionsverluste durch höhere Standards gesenkt wurden, wächst der relative Einfluss der Lüftung auf den Gesamtenergiebedarf. Die DIN V 18599-6 bietet hierfür eine differenzierte Grundlage zur Bilanzierung und Bewertung moderner Lüftungssysteme.
Lüftung und Kühlung im Sommer
Mit zunehmenden sommerlichen Temperaturspitzen gewinnt die kontrollierte Lüftung im Wohngebäude neben hygienischen Aspekten auch im Hinblick auf die thermische Behaglichkeit an Bedeutung. Der Beitrag beleuchtet die technischen Möglichkeiten und Grenzen der Kühlung in Kombination mit Lüftungssystemen sowie deren Einordnung im normativen und energetischen Kontext des Wohnungsbaus.
ANLAGENTECHNIK
Wartung in der Praxis
Teuer, aufwendig, unhygienisch – über die Instandhaltung von Wohnraumlüftungsgeräten halten sich viele Vorurteile. Bei genauerem Hinsehen stellt man jedoch fest, dass sich die Funktionssicherheit und Zuverlässigkeit der Anlage mit überschaubarem Aufwand über viele Jahre hinweg nachhaltig sicherstellen lässt.
ENERGIEBERATUNG
Das Gebäudemodernisierungsgesetz
Die Bundesregierung plant eine umfassende Neuausrichtung der Gebäudeenergiepolitik: Mit dem neuen Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG) sollen Vorgaben vereinfacht, technologische Spielräume erweitert und gleichzeitig der Umstieg auf klimafreundliche Wärmeversorgung schrittweise vorangetrieben werden.
Was sagen die Verbände zum neuen GModG?
Wie stehen die Verbände zu den Eckpunkten und ersten Informationen des neuen GModG – und wie wirkt sich die gesetzliche Unsicherheit das auf die Mitglieder und Verbraucher aus?
Das Gebäudemodernisierungsgesetz im RAG-Kreuzverhör
In den bisherigen vier Teilen dieser Reihe haben wir gezeigt, warum die Regulierungsdynamik im Gebäudesektor KI-gestützte Werkzeuge nicht nur wünschenswert, sondern notwendig macht. Wir haben belegt, dass der „Curriculum-Crawler“ machbar ist (Teil 2), dass ein quellengebundener „Wissensbagger“ bei normativen Berechnungsfragen präziser arbeitet als generalistische Sprachmodelle (Teil 3) und dass imGEG-Kontext nur auditfähige Systeme belastbare Antworten liefern (Teil 4). Doch was geschieht, wenn sich die Rechtsgrundlage selbst ändert? Wenn das GEG nicht mehr fortgeschrieben, sondern durch ein völlig neues Gesetz ersetzt wird?
(K)ein Randthema in Planung und Beratung
Barrierefreiheit wird im Bauwesen häufig als normativer Mindeststandard verstanden – und damit in der Planung oft auf Einzelmaßnahmen reduziert oder nachrangig behandelt. Dabei zeigt sich zunehmend, dass sie ein zentraler Bestandteil ganzheitlicher Nachhaltigkeit ist: Nur Gebäude, die langfristig für unterschiedliche Lebensrealitäten nutzbar bleiben, erfüllen auch ökologische und ökonomische Anforderungen wirklich. Für Energieberater stellt sich damit die Frage, inwieweit Effizienz, Lebenszyklusbetrachtung und soziale Nachhaltigkeit zusammengedacht werden müssen, insbesondere vor dem Hintergrund des demografischen Wandels und steigender Anforderungen an flexible Gebäudenutzung.
MESSEVORSCHAU
Strahlende Aussichten
Europas wichtigste Plattform für die Energiewende bringt Innovationen, Markttrends und internationale Akteure rund um erneuerbare Energien, Speicher, E-Mobilität und vernetzte Lösungen zusammen.
GEBÄUDEHÜLLE
Das spezifische Wachstumsmodel
Schimmelpilzbefall in Wohnungen wird häufig anhand vereinfachter bauphysikalischer Modelle bewertet, die den komplexen realen Bedingungen nicht gerecht werden. Insbesondere die Annahme stationärer Randbedingungen sowie die Vernachlässigung mikrobiologischer und materialspezifischer Faktoren führen zu Fehleinschätzungen bei Diagnose und Sanierung. Ein spezifisches, dynamisches Wachstumsmodell ist daher entscheidend für eine sachgerechte Bewertung.
Qualitätsmerkmal Bauakustik
Der Schallschutz (Bauakustik) zählt im Wohnungsbau zu den wichtigsten Qualitätsmerkmalen. Das Feld an Projekten, bei denen die Bauakustik von großer Bedeutung ist, beläuft sich beispielsweise auf Hotels, Schulen, Krankenhäuser und Bürogebäude. Weshalb es essenziell für einen solchen Planungsprozess ist, sich bereits im Vorfeld mit Normierung und Trends dieses Bereichs auseinandergesetzt zu haben. Dieser Artikel möchte Familiarität mit den aktuellen bauakustischen Anforderungen an solche Projekte fördern. Er bietet Orientierungshilfen, beleuchtet häufige Fehlerquellen und vermittelt ein nötiges Grundverständnis der Materie.
NawaRo-Dämmstoffe bremsen eindringende Wärme stark
An heißen Sommertagen drohen sich v. a. Dachgeschosse zu überhitzen. Denn die besitzen viel Außenfläche, auf welche die Sonne intensiv strahlt. Die Dachdeckung heizt sich gewaltig auf. Und die Hitze dringt von dort durch die Konstruktion nach innen vor. Die Wärmedämmung muss sie bremsen. Dabei spielt ihre Wärmespeicherfähigkeit eine wichtige Rolle.
RECHTLICHES
Energieberater zwischen Beratungspflicht und Haftungsrisiko
Staatliche Förderprogramme sind ein zentraler Baustein vieler Bau- und Sanierungsvorhaben. Fehler in der Fördermittelberatung können erhebliche wirtschaftliche Konsequenzen haben und werfen zunehmend Haftungsfragen auf. Der Beitrag gibt einen Überblick über die rechtliche Einordnung, die Beratungspflichten sowie die aktuelle Rechtsprechung zur Haftung von Energieberatern.
REALISIERTE OBJEKTE
Bestand trifft Zukunft: Innovative TGA-Erweiterung am Herbartgymnasium
Die Erweiterung von Schulgebäuden im Bestand stellt besondere Anforderungen an die technische Gebäudeausrüstung. Neben der Integration neuer Flächen in bestehende Strukturen müssen energetische, funktionale und hygienische Anforderungen gleichermaßen berücksichtigt werden.
Fortschritt, Rückschritt, Veränderung?
Der Wunsch nach Fortschritt ist in Menschen tief verwurzelt. Dabei bleibt eine Definition des Begriffs Fortschritt doch stets schwammig: Auf das Wesentliche reduziert umfasst er wohl eine Veränderung, die Menschen insgesamt als positiv bewerten. Denken Sie hier gerne an die mittlerweile allgegenwärtige KI. Sie ist unbestreitbar ein technischer Fortschritt, der viele positive Effekte wie mit sich bringt, auch wenn die Auswirkungen auf Umwelt, Demokratie und kritisches Denken in zahlreichen Essays und Artikeln durchaus mit Skepsis betrachtet werden.
Umso spannender ist der Blick auf ein Gesetz, das bei Experten, Verbänden und informierten Verbrauchern gemischte Reaktionen auslöst. Aus klimapolitischer Sicht handelt es sich aufgrund der angestrebten Bio-Treppe sowie der Abschaffung der 65-Prozent-Regel um einen Rückschritt. Als Fortschritt gelten dafür die Technologieoffenheit und die Wahlfreiheit der Bürgerinnen und Bürger. Was jedoch vorerst bleibt, ist eine gewisse Unsicherheit, wie sich der gesetzliche Rahmen auf die Planung der Gebäudeenergie und die Wirtschaftlichkeit von Bau- und Sanierungsmaßnahmen auswirken wird.
Zum Zeitpunkt der Drucklegung dieser Ausgabe liegt der Referentenentwurf des Gebäudemodernisierungsgesetzes (GModG) noch nicht vor, jedoch wird schon deutlich, dass wir künftig über das GModG sprechen werden. Mit der neuen rechtlichen Grundlage wird auch für uns in der Redaktion eine neue Phase eingeläutet: Als die Zeitschrift vor rund 15 Jahren unter dem Namen EnEV im Bestand gegründet wurde, waren die rechtlichen und technischen Rahmenbedingungen noch grundlegend anders. Seitdem haben wir den Wandel der Branche fachlich fundiert und praxisnah begleitet. Denn Fortschritt entsteht nicht durch Stillstand, sondern durch Weiterentwicklung. Genau dafür stehen wir auch künftig. Daher dürfen wir Sie bald unter neuem Namen in Ihrem Berufsalltag begleiten. Bis dahin liefern wir auch dieses Mal wieder spannende Beiträge und wünschen Ihnen interessante Erkenntnisse.
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