
IM BLICKPUNKT
Photovoltaik im Gebäudekontext: Ohne gründliche Planung keine Praxis
Photovoltaikanlagen sind heute in nahezu allen Neubauten sowie in vielen Bestandsgebäuden etabliert. Dennoch zeigt die Praxis, dass zahlreiche Anlagen ihr energetisches und wirtschaftliches Potenzial nicht vollständig ausschöpfen.
Gründach und Photovoltaik kombiniert: Mehrfachnutzung auf kommunalen Dächern
Ein Gründach kann weit mehr sein als Ausgleichsfläche: In Jena zeigt ein kommunales Neubauprojekt, wie Dachbegrünung, Photovoltaik, Regenwassermanagement und sichere Wartungsinfrastruktur zu einem ganzheitlichen Dachkonzept verschmelzen: Mit Vorteilen für Biodiversität, Energieertrag und Gebäudebetrieb.
BEST PRACTICE
Holzbauliche Ertüchtigung und Erweiterung: Schule macht Schule
Ein Beispiel aus Brandenburg zeigt auf, wie der Erhalt des wertvollen Gebäudebestands dank des modernen Ingenieurholzbaus gelingen kann. Die in Plattenbauweise erstellten Objekt- und Wohnungsbauten Ostdeutschlands verfügen über eine solide Bausubstanz, die es zu erhalten gilt. Dabei hängt der Grad der seriellen Sanierung unmittelbar vom Grad der seriellen Erstellung der Ursprungsbauten ab.
ENERGIEBERATUNG
Kommunale Wärmeplanung: Die Wärmewende auf dem Prüfstand
Der „leitungsgebundenen Wärmeversorgung“ wird bei der Dekarbonisierung im Gebäudesektor eine große Bedeutung zugeschrieben. Der Anteil an der Wärmeversorgung soll signifikant gesteigert werden. Darüber hinaus soll die aktuell schlechte CO₂-Bilanz in den deutschen Wärmenetzen bis 2045 vollständig klimaneutral sein. Eine Bestandsaufnahme soll die Erreichbarkeit dieser Ziele kritisch hinterfragen und Hemmnisse, aber auch Erfolgsfaktoren aufzeigen.
GEBÄUDEHÜLLE
Verschattung und Hitzeschutz: Sonnenlicht als Planungsfaktor
Sonnenlicht ist für den Menschen lebensnotwendig – gleichzeitig treten „Nebenwirkungen“ wie Blendung und Aufheizung von Räumen auf. Die Blendwirkung behindert insbesondere das Arbeiten, die durch die Änderungen der klimatischen Verhältnisse (längere und häufigere Hitzeperioden) entstehenden erhöhten Raumtemperaturen führen zu gesundheitlichen Beeinträchtigungen. Im Winter dagegen unterstützen die solaren Wärmegewinne die Beheizung von Räumen. Verschattung muss daher unterschiedlichste Einflüsse berücksichtigen.
GEBÄUDETECHNIK
Common Data Environment: Vom Datenchaos zum digitalen Rückgrat
Energetische Sanierungen, GEG-Nachweise, ESG-Berichte: Wer Gebäude heute plant, baut oder modernisiert, braucht belastbare Daten. Und das über Jahrzehnte hinweg. Doch im Projektalltag verschwinden Informationen oft in Mailpostfächern, Excel-Listen und parallelen Cloud-Ordnern. Ein Common Data Environment (CDE) bündelt alles auf einer Plattform. Es macht Daten für Planung, Bauausführung und Betrieb nutzbar. Worauf Architekten, Administratoren, Informationsmanager und Fachplaner achten sollten, erklärt TÜV SÜD.
RECHT & FÖRDERUNG
Der GModG-Entwurf im Überblick: Neue Regeln für Gebäude, Heizung und Nachweise
Der Kabinettsentwurf zum GModG ersetzt nicht nur den Namen des GEG, sondern verschiebt auch zentrale Anforderungen: Heizungsmodernisierung, Primärenergiefaktoren, Energieausweise, Sanierungspflichten für Nichtwohngebäude und Solardachpflichten werden neu geregelt. Der Überblick zeigt, worauf sich Energieberatung, Planung und Architektur einstellen müssen.
ZUKUNFT & INNOVATION
KI-gestützte Energieberatung: RAG ist kein Hype – RAG ist Handwerk
RAG-Systeme können energieberatungsrelevantes Normwissen nachvollziehbar, lokal und kostengünstig erschließen – das haben die bisherigen Teile dieser Reihe gezeigt. Doch wie entsteht ein solches System eigentlich? Braucht es dafür KI-Spezialisten und Programmierprofis? Dieser Beitrag liefert die praktische Antwort: Er zeigt den konkreten Sieben-Schritte-Bauplan hinter der RAG-Engine, erklärt, welche Aufgaben technisches Know-how erfordern und wo v. a. fachliche Kompetenz gefragt ist.
Aus GEG Baupraxis wird künftig Eff izienzBauPraxis Energie. Hülle. Technik. Das WissensFORUM für Profis
Metamorphose
in unserer dynamischen Zeit entsteht Fortschritt durch Entwicklung. Manchmal geht es nur schrittweise voran, manchmal sehen wir Fortschritt in Form eines grundlegenden Wandels. Ein eindrucksvolles Beispiel liefert dazu die Natur: Während der Metamorphose wird aus der Raupe ein Schmetterling. Dazu finden tiefgreifende Umbauprozesse statt: Früh angelegte Zellverbände bilden die Grundlage des Schmetterlings, während andere Strukturen umgebaut werden. Entwicklung heißt also nicht, alles hinter sich zu lassen, sondern Bewährtes mit Neuem zu verbinden.
Dass dieser Spagat nicht immer gelingt, zeigt das Ringen um das GModG im Bundestag. Kaum ein Gesetz wird derzeit so kontrovers diskutiert, da die Forderung nach mehr Technologieoffenheit auf Kritik hinsichtlich der rechtlichen, praktischen und klimapolitischen Folgen trifft. In der Praxis werden Gebäude jedoch heute schon anders konzipiert als noch vor einigen Jahren.
Notwendig machen diese Änderungen die neuen Prozesse, mit denen Gebäude gedacht, geplant und betrieben werden: Künstliche Intelligenz, digitale Planung und neue Materialien sollen dazu beitragen, dass Gebäude überzeugen und über Jahrzehnte funktionieren – technisch, energetisch und wirtschaftlich. Genau an diesen Schnittstellen entwickeln wir unser Fachmagazin weiter. Aus GEG Baupraxis wird künftig: EffizienzBauPraxis – Energie. Hülle. Technik. Das WissensFORUM für Profis
Mit dem neuen Namen steht die EffizienzBauPraxis für das, was Sie als Leser brauchen: Fundiertes Wissen zu Energieberatung, Gebäudehülle und Gebäudetechnik. Zusätzlich informieren wir Sie in unserer neuen Rubrik „Zukunft und Innovation “ zu Themen, die für langlebige Gebäude entscheidend sein werden.
Wir begleiten Sie durch diese Branche, die sich schnell verändert und verändern muss, damit Sie Gebäude schaffen können, die Bestand haben.
Wir wünschen Ihnen eine spannende Lektüre
Ihr Redaktionsteam der EffizienzBauPraxis
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