TITELTHEMA
Module aus Holz: Schallübertragung und Vermeidung von Schallbrücken im Modulbau
Holzmodule erlauben nicht nur bei der Errichtung eine hohe Flexibilität in der Gestaltung. Auch später können Räume oder Nutzungseinheiten einfacher verändert werden. Diese Anpassungsfähigkeit trägt zur Nachhaltigkeit des Gebäudes über dessen Lebensdauer bei. Ohne Probleme werden auch moderne Energiestandards eingehalten und das bei einer geringen Bauzeit. Was den Schallschutz anbelangt, sind für eine optimale Funktion gewisse Planungsgrundlagen zu beachten.

Serielle Sanierung für Bestandsgebäude: Wirtschaftlich in Serie
Sanierungen müssen verstärkt unter dem Gesichtspunkt der Wirtschaftlichkeit betrachtet werden. Es gilt, energetische Sanierungen und langfristige Bauschadensfreiheit unter einen Hut zu bringen, während die Rentabilität nicht aus den Augen verloren werden darf. Dem Konzept der seriellen Sanierungen darf dabei erhöhte Aufmerksamkeit zukommen. Im Folgenden wird kurz auf das Konzept an sich, sowie Ablauf einer solchen Maßnahme und verwendete Materialen eingegangen.

ANLAGENTECHNIK
Wärmepumpen im Gebäudebestand: Planung, Potenziale und Förderung
Um die Klimaziele zu erreichen, sollen Millionen Wärmepumpen v. a. in Bestandsgebäuden installiert werden. Trotz technischer und baulicher Herausforderungen zeigt die Praxis: Für die meisten Altbauten gibt es passende Lösungen – vorausgesetzt, Planung, Hydraulik und Wärmequelle werden sorgfältig geprüft. Attraktive Förderprogramme mit Zuschüssen schaffen zusätzliche Anreize für den Umstieg auf klimafreundliche Heiztechnik.

ENERGIEBERATUNG
KI im GEG-Kontext: RAG statt Raten: Auditierbarkeit als Schlüsselkompetenz im GEG-Alltag
Wenn KI im GEG-Kontext nicht nur Wissen vermittelt, sondern als Arbeitsgrundlage in Beratung und Planung dient, verändern sich die Anforderungen an die Antwortqualität. Neben fachlicher Plausibilität rücken Prüfbarkeit, Quellenbindung und Zitierfähigkeit in den Mittelpunkt. Ein Vergleichstest mit 27 FAQ-Fragen untersucht, wie sich Allround-Modelle und ein quellengebundenes RAG-Setup im Hinblick auf Auditierbarkeit unterscheiden – und welche Systemlogik im Norm- und Rechtskontext belastbare Ergebnisse liefert.

GEBÄUDEHÜLLE
Normenupdate für Dachabdichtungen Teil 3: Balkone, Platten, Fliesen
In den vorherigen beiden Teilen wurden bereits Neuerungen der DIN 18531, Fassung vom August 2025, vermittelt und insbesondere die Abdichtung von Türanschlüssen bei Dachterrassen beleuchtet. Nun widmet sich dieser letzte Teil des Überblicks zuerst den noch ausstehenden Änderungen für Türanschlüsse bei Balkonen. Ebenfalls werden abschließend Abdichtungen mit bahnenförmigen Abdichtungsstoffen im Verbund mit Fliesen und Platten (AIV-B) behandelt.

Natürliche Dämmstoffe: Besserer Hitzeschutz
Natürliche Dämmstoffe verbessern nicht nur den winterlichen Wärmeschutz, sondern leisten dank ihrer spezifischen bauphysikalischen Eigenschaften einen wirksamen Beitrag gegen sommerliche Überhitzung. Darüber hinaus überzeugen sie durch ihre ökologischen Vorteile und positiven Wirkungen auf das Raumklima und unsere Wohngesundheit.

RECHTLICHES
Haftungsvermeidung bei der Pflichtberatung: Heizen und Haftung
Vor dem Heizungstausch kommt eine Pflichtberatung und die ist mit rechtlichen wie fachlichen Herausforderungen verbunden. Dieser Beitrag liefert relevante Hinweise zur Vertragsgestaltung und skizziert die Haftungsrisiken, insbesondere rund um Wirtschaftlichkeitsberechnung und Förderberatung. So lassen sich etwa durch klare Dokumentation, transparente Leistungsbeschreibung und korrekte Einordnung potenzielle Fallstricke vermeiden.

REALISIERTE OBJEKTE
Modulare Aufstockung im Wohnungsbestand: Aufstocken mit Recycling-Material
Die Unternehmensgruppe Nassauische Heimstätte | Wohnstadt (NHW) hat in Mörfelden-Walldorf eine weitere Aufstockung unter Einsatz recycelter Materialien umgesetzt. Ergänzt wurde ein Bestandsgebäude durch einen eingeschossigen Holz-Modulbau. Im Zuge der Modernisierung entstanden rund 300 Quadratmeter zusätzlicher Wohnraum einschließlich Balkonen.

Treppauf, treppab

„Wir werden das Heizungsgesetz abschaffen“– das legten CDU/CSU und SPD in ihrem gemeinsamen Koalitionsvertrag fest. Ein starkes politisches Signal, galt doch das GEG, das meist nur noch als Heizungsgesetz bezeichnet wurde, als eines der umstrittensten Projekte der vorherigen Regierung. Doch die Umsetzung dieser Ankündigung ließ auf sich warten, sodass das Ausbleiben jeglicher Neuigkeiten zu diesem Thema eine häufige Randnotiz an dieser Stelle wurde.

Nun wird es jedoch ernst: Am 24. Februar 2026 stellten die Regierungsfraktionen ihre Eckpunkte für das Gebäudemodernisierungsgesetz, kurz GMG, als Nachfolger des GEG vor. Seitdem werden die Abschaffung der 65%-Regel, die Technologieoffenheit, die verpflichtende Wärmeplanung und insbesondere die sogenannte Bio- Treppe eifrig diskutiert. Letztere soll beispielsweise ab 2029 bei neu installierten Gasheizungen einen mindestens 10%-Anteil klimafreundlicher Brennstoffe vorschreiben. Parallel sollen Versorger einen Mindestanteil grüner Brennstoffe wie grüner Wasserstoff oder Biomethan liefern, um Verfügbarkeit und Preise zu stabilisieren. Ob diese Stufenpläne tatsächlich realistisch sind, bleibt abzuwarten.

Jetzt heißt es erstmal warten auf den Gesetzesentwurf und den weiteren Gesetzgebungsprozess. Wir begleiten diesen Prozess genau – sowohl vor den Kulissen für Sie als auch hinter den Kulissen: Schließlich gibt es nicht nur viel Neues für Sie in der Energieberatung, sondern auch für uns als Redaktion der „noch GEG Baupraxis“.

Bis dahin empfehlen wir Ihnen, bei uns noch einen Blick auf aktuelle Schwerpunkte zu werfen: Wärmepumpen im Gebäudebestand, serielle Sanierung von Bestandsgebäuden, neue Normen für Dachabdichtungen und Balkone sowie innovative Konzepte in der Energieberatung.

Wir wünschen Ihnen eine spannende Lektüre!

Ihr GEG-Baupraxis-Team

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